Flatter-Ulme (Ulmus laevis)

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Ulmen

 

 

Die Flatter-Ulme ist die in Mitteleuropa am stärksten östlich verbreitete Ulmenart und somit eine eher kontinentale Baumart. Es ist eine charakteristische Baumart der Auenwälder größerer Flüsse, an denen sie sowohl die Hartholzaue als auch die Weichholzaue besiedelt. Da sie sehr tolerant gegenüber längeren Überflutungen und oberflächennah anstehendem Stauwasser ist, findet man sie oft auf Gley-Standorten oder anmoorigen Böden in Feuchtgebieten. Die Ausbildung von Brettwurzeln kann als eine Anpassung an diese Standorte angesehen werden.

 

 
 

 

Die Flatter-Ulme ist so gut wie nicht vom Ulmensterben betroffen, obwohl sie nicht immun gegen den Erreger ist. Es sind auch Fälle bekannt in denen sich Flatter-Ulmen nach erfolgter Infektion wieder erholt haben. Experimente haben gezeigt, dass Flatter-Ulmen für die beiden Ulmensplintkäferarten, die als Hauptüberträger der Pilzsporen des Ulmensterbens gelten, eine geringe Attraktivität besitzt.

Das Holz der Flatter-Ulme ist heute von geringer Bedeutung, da es eine geringere Rohdichte und Festigkeit aufweist als das der anderen Ulmen-Arten und gleichzeitig schwerer zu bearbeiten ist.

Die Gefährdung der Flatter-Ulme besteht durch die Vernichtung ihres Lebensraumes z.B. durch Ausbau der Flussauen oder Entwässerung von Feuchtgebieten.

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