Obstbäume

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Obstbäume sollten, um dauerhaft vital zu bleiben und gute Frucht zu tragen, in regelmäßigen Abständen beschnitten werden.

Verschiedene Obstarten müssen unterschiedlich behandelt werden. Während man an Kirschen nach Möglichkeit wenig bis gar nicht schneiden sollte, müssen Apfelbäume regelmäßig gepflegt werden. Birnen und Pflaumen vertragen einen Schnitt gut, müssen aber seltener und nur mäßig beschnitten werden. Birnenbäume werden oft im Alter sehr hoch, so dass man dann teilweise die Krone abwerfen kann.

Bei Obstbäumen gibt es zwei Grundphilosophien des Schnittes:

1. Ertrag: Auf Obstplantagen und in vielen Kleingärten werden Obstbäume, speziell Äpfel und Birnen sehr stark beschnitten. Sie verlieren ihre natürliche Wuchsform und müssen jedes Jahr erneut stark beschnitten werden. Oft handelt es sich dabei um Halb- oder Viertelstämme.

2. Naturnaher Baum: Auf größeren Obstwiesen aber auch in Gärten kann man die Bäume weitgehend naturnah wachsen lassen. Pflegeschnitte konzentrieren sich auf der Vermeidung größerer Fehlentwicklungen. Ideal ist dieser Schnitt bei Hochstämmen, der Baum bekommt ein natürliches Aussehen, trägt ausreichend Frucht und macht vergleichsweise wenig Arbeit.

Ich bin ein Verfechter von Philosophie 2, ich kann auf ein paar Prozent Äpfel verzichten und freue mich über einen schönen Baum.

 

 
 

Reiche Ernte an einem vitalen Baum im Sauerland

Die Äpfel hängen an den Kurztrieben am Rand der Krone

 

 

Es wird viel darüber gestritten wann man Bäume schneiden darf. Normalerweise sagt man im Winter, was nicht verkehrt ist, allerdings nicht bei starkem Frost. Möglich ist es aber ab dem Spätsommer, auch wenn noch Blätter am Baum sind. Dies wird aber kaum gemacht. Ich schneide auch lieber wenn die Blätter runter sind, dann sieht man nämlich besser was zu tun ist.

Viele Gartenfreunde glauben sie müssten Schnittwunden mit Baumwachs oder ähnlichen Produkten bestreichen. Ich denke, dass dies überflüssig ist, wer es unbedingt will soll es machen, ich kann aber keine positiven Effekte erkennen und finde die Farbe des Anstriches hässlich.

Folgende Dinge gilt es grundsätzlich beim Schnitt zu beachten:

  • Statik des Baumes: hängt er über, hat er Übergewicht nach einer Seite, drohen Äste abzubrechen oder spalten sich Druckzwiesel auf wird es ernst. Eine schlechte Statik zu verbessern erfordert meist gravierende Eingriffe, man sollte sich aber nich davor scheuen um einen Baum zu retten.

  • alle Äste abschneiden die nach Innen wachsen, sie behindern andere Zweige und bilden wenige bis gar keine  Blüten bzw. Früchte aus. Diese Zweige im Ansatz kappen.

  • Äste und Zweige, die parallel zueinander wachsen, konkurrieren miteinander und nehmen sich gegenseitig Licht und Platz weg. Auch hier sollte einer der beiden Triebe frühzeitig gekappt werden.

  • Auch Äste die sich überkreuzen, sind zu entfernen, da sie häufig aneinander scheuern und sich somit gegenseitig verletzten.

  • Jeder Baum steht für sich, kommen sich zwei Obstbäume zu nah, sollten sie wieder getrennt werden.

  • Äste, die senkrecht wachsen, tragen nicht besonders viele Früchte. Optimal ist ein Winkel von ca. 35 Grad zwischen Ast und Ebene.

  • Rindenkrankheiten müssen zur vollständigen Bekämpfung bis 30 cm ins gesunde Holz zurück geschnitten werden.