Baumkontrolle

Sicherheit bei Bäumen – rechtzeitig eingreifen und Schäden verhindern

Die sogenannte „Verkehrssicherungspflicht“ legt fest, dass der Eigentümer eines Baumes dafür sorgen muss, dass von seinem Baum keine Gefahr ausgeht. Er muss also Vorkehrungen treffen, um Dritte zu schützen. Wenn der Eigentümer dieser Pflicht nicht nachkommt, dann kann er für Schäden, die durch den Baum verursacht werden, haftbar gemacht werden.

Andererseits heißt das aber nicht, dass der Eigentümer für jeden Schaden, den der Baum verursacht, verantwortlich ist. Nur Schäden, die er durch rechtzeitiges Eingreifen hätte verhindern können, können ihm zur Last gelegt werden. Denn ein Baum ist ein Lebewesen und natürlichen Einflüssen und Veränderungen unterworfen, die nicht immer hundertprozentig vorhergesehen werden können. Allerdings gilt bei der Verkehrssicherungspflicht nicht wie sonst üblich „im Zweifel für den Angeklagten“. Ganz im Gegenteil: Der Baumeigentümer ist in der Beweispflicht und muss nachweisen, dass er alle ihm zumutbaren Vorkehrungen getroffen hat und somit tatsächlich nicht für den verursachten Schaden zur Rechenschaft gezogen werden kann.

Was zumutbare Vorkehrungen sind, ist dabei entscheidend. Zunächst einmal müssen Sie als Baumeigentümer Ihre Bäume regelmäßig auf mögliche Schäden oder Krankheiten hin kontrollieren und gegebenenfalls weitere Maßnahmen veranlassen. Wenn Sie als Laie nicht in der Lage sind, eine mögliche Gefahr ausreichend zu beurteilen, dann muss ein Fachmann hinzugezogen werden.

Auch was eine regelmäßige Kontrolle ist, ist gesetzlich nicht definiert worden. Lange Zeit galt es als gesetzt, dass Bäume zweimal pro Jahr kontrolliert werden sollten: einmal im belaubten, einmal im unbelaubten Zustand. Doch neueste Gerichtsurteile zeigen, dass dies mittlerweile veraltet ist. Dem trägt die von der Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau e.V. entwickelte Baumkontrollrichtlinie, Rechnung, die die Häufigkeit der Kontrolle aufgrund der Gefahrenlage, der Baumart, dem Standort und dem Alter des Baumes bestimmt.

Das bedeutet, dass die Häufigkeit der Kontrollen nicht pauschal festgelegt werden kann, sondern sich nach den „Baumumständen“ richten muss. Ausschlaggebend ist das Alter des Baumes, Vorschädigungen oder Krankheiten und der Standort und die dort zu erwartende Beanspruchung des Baumes. Wenn ein Baum also schon ein wenig betagter ist und an der Grenze zu einer viel befahrenen Straße steht, dann sollte er häufiger kontrolliert werden, als ein jüngerer Baum, der in einer ruhigen Ecke neben einer Wiese wächst.

Die Kriterien für die Verkehrssicherungspflicht sind für einen Laien oft schwer einzuschätzen. Wenn Sie sich also unsicher sind und nicht genau wissen, ob von Ihren Bäumen nun eine Gefahr ausgeht oder nicht, dann helfe ich Ihnen gerne weiter.

Mein Angebot: Ich führe für Sie eine Baumkontrolle nach dem Standard der Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau e.V. (FLL) durch. Als FFL zertifizierter Gutachter erhalten sie von mir darüber ein Protokoll als Beleg. Ziel ist es Schäden von Anfang an zu vermeiden und rechtzeitig zu Handeln.

Dabei ist es mir auch wichtig zu verhindern, das vitale und sichere Bäume aus Unsicherheit verstümmelt werden und Probleme geschaffen werden, die man hätte vermeiden können.